MANGIARE – Für und wider das Essen und Trinken …

Kunstausstellung Uli Horaczek

25.Juni 2019 bis 30.April 2020

Eröffnung Dienstag 25.Juni 19 Uhr

Ein Dreiecksverhältnis von Vespa-Freude.Vespa-Motorrollern.Italienischer Genusskultur. Ein Experiment mit Mensch.Maschine.Mangiare.

Souverän verwandelt er die Räume (Ital. Stanze) des Vespadroms, der Tagungsstätte der Senner Vespafreunde, mit 35 Ausstellungsstücken in eine große Wunderkammer.

Da werden Spaghetti zu Kopfhaar. Zigarren zu Auspuffrohren. Da wird Lasagne zum Handschuh. Da räkelt sich eine Band-Nudel in Form des Wortes Vespa verführerisch auf dem Teller und auf einem Tablett stehen zerstörte, unbenutzbare Weingläser neben einer vollen Flasche Wein von einem Winzer der ebenfalls den Namen Vespa trägt. Wie sinnig. „Salute!“ – Protagonist ist die erste Vespa aus dem Jahr 1949. Werks – Bezeichnung MP5. Genannt Paperino = Entchen (Donald Duck). Die Silhouette dieses Fahrzeugs verwendet Uli Horaczek auf jedem Exponat als Signatur, statt seiner Initialen.

Die Bildtitel: Konsequent in Italienisch. – Ein Sprachkurs als elegantes Dressing.

Auf den ersten Blick „Zona zero“. Schon von außen sichtbar, in den 4 Schaufenstern: Vorbei fahrende Vespa-Silhouetten. Eine Collage aus italienischen Weinkartons. – Bewegung als Lebensfreude. Das Entree,“ Stanza uno“: Großformatige Fotografien von italienischen Geldscheinen. Dem Ausstellungsthema entsprechend hergerichtet. – Kein Mangiare ohne LIRE. Dann links, „Stanza due“, im Versammlungsraum großformatige, gerahmte Fotografien. – Vespa-Freunde im Fokus.

Zurück in den Durchgangsraumraum „Stanza tre“: Kleinformatige, gerahmte Collagen, Installationen und ein großformatiges Flussdiagramm. – Mangiare, mehr als nur Essen und Trinken. Im Esszimmer dann „Stanza quattro“ sind auch die Nahrungsmittel Kalb, Schwein, Huhn und Fisch vertreten. Großformatige Malerei. „Küchenbilder“ seiner Ehefrau Marlies. Vom Künstler eingeschweißt in transparente Plastikfolie. Symbolisch, der Haltbarkeit wegen. Das „Zu genießen bis – Datum“ entspricht dem Ausstellungsende. – Und auf dem großen Tisch eine Papiertischdecke, versehen mit Vespa – Reifenspuren (Frottage). – Vespa-Table-Dance?

Gestalterisch bleibt UH seinem Grundsatz treu. Multimedial: Foto, Collage, Video, Installation, Text… Inhaltlich ebenso: Ernsthaft und kritisch, unterhaltsam und ironisch. Auch strukturell-analytisch: Eine große, handgeschriebene Wandkarte strukturiert das Thema Essen und Trinken. Das überdimensionale Flussdiagramm nimmt die BetrachterINNEN mit in seine MANGIARE – Gedankenströme. Im Sinne von Interaktion lädt er sie ein.

Das Ausstellungsjahr endet traditionell am 30.04. mit einem Tanz in den Mai. – Vespa-Silvester sozusagen.

Also: Vespa fahren ist mehr als Vespa fahren!

Öffnungszeiten: Letzter Dienstag im Monat oder nach tel. Vereinbarung 0176-54073473

MANGIARE – Zeitungsartikel 248x300 - KUNST UND KULTUR IM VESPADROM