Das Projekt „Mit 50 km/h zur Freundschaft – 35 Jahre Bielefeld–Rzeszów auf zwei Rädern“ ist ein deutsch-polnisches Kultur- und Begegnungsprojekt anlässlich des 35-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Bielefeld und Rzeszów.
13 Bürgerinnen und Bürger aus Bielefeld – Nordrhein-Westfalen reisen auf ihren neun Vespa-Motorrollern über Landstraßen nach Polen und verbinden historische Lernorte mit kulturellen Begegnungen und zivilgesellschaftlichen Austausch.
Entlang der rund 2.800 KM langen Route finden Gespräche, Workshops, Gedenkstättenbesuche, und gemeinsame Aktivitäten mit polnischen Kulturakteuren,
Vereinen, Jugendlichen und lokalen polnischen Vespa-Clubs statt.
Die Reise verbindet Erinnerungskultur mit aktuellem Dialog und stärkt die deutschpolnische Verständigung auf zivilgesellschaftlicher Ebene.
Durch eine begleitende Medienarbeit sowie eine Ausstellung und öffentliche Veranstaltungen in Deutschland werden die Erfahrungen des Projekts einer breiten
Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Das Projekt leistet damit einen zwar ungewöhnlichen, aber innovativen Beitrag zur Sichtbarkeit polnischer Kultur in Deutschland und zur Stärkung kommunaler
Partnerschaften im Sinne einer neuen Urban Diplomacy.
Hier könnt ihr der Reise folgen ...
10. September 2026
Unser letzter Reisetag führte uns auf einer kurvigen Strecke und kalten Temperaturen durch den Nationalpark Harz. Sichtbar auch hier das Waldsterben. Nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen im PS Speicher Einbeck fuhren alle Vespafreunde ab Detmold auf den Vespen mit dem Bulli Richtung Heimat. Auf dem Senner Marktplatz wurden wir von vielen Freunden, Familie und dem stellvertretenden Bezirksbürgermeister herzlich in Empfang genommen. Dankeschön!!!!
09. September 2026
Ohne Regen starteten wir in Lübbenau. Kurz nach der Abfahrt fiel leider unsere kleinste Biene aus und musste vom ADAC nach Hause gebracht werden. Die weitere Fahrt in die Lutherstadt Eisleben verlief dann völlig entspannt. Dort angekommen hatten wir einen emotionalen Höhepunkt. Wir begrüßten alle per Live-Schalte ins Geburtshaus Bielefeld den neuen Erdenbürger Jari. Oma Andrea war in Tränen aufgelöst und die beiden Opas Andreas und Kari freuten sich mit ihr. Nach einem Rundgang tranken wir auf den Enkel und ließen unseren letzten gemeinsamen Abend beim Italiener ums Eck gemütlich ausklingen.
08. September 2026
Schönwettertag! Bei bestem Vespawetter ging es heute von Posen nach Lübbenau. Die Landschaft war geprägt von ausgedehnten Landwirtschafts- und Waldflächen. Richtung Grenze haben sich viele große internationale Firmen angesiedelt. Über die Oder ging es von Polen nach Deutschlang in den Spreewald. Bei einem Rundgang durch Lübbenau mit Gurkentasting kamen wir auf den Geschmack.
07. September 2026
Kurz vor Torun nahm uns der Toruner Vespaclub in Empfang und eskortierte uns in die Stadt. Hier erlebten wir eine sehr humorvolle Stadtführung in einer wunderschönen Stadt. Zum Abschluß wurden wir zum Eis und Kaffee eingeladen. Von dort ging es ohne große Pause nach Posen. Wieder imponierte uns ein besonderer Marktplatz, dessen Häuser in den fünfziger Jahren wieder aufgebaut wurden. Den Abend ließen wir in einem Gewölbekeller mit sehr gutem Essen ausklingen.
06. September 2026
Am Sonntag Morgen holte uns unsere Stadtführerin Wieslawa Czajkowska bei der Marina zu einer ausgedehnten Stadtführung ab. Nach ersten Erklärungen der Speicherstadt ging es ins historische Museum „Muzeum Handlu Wiślanego“. Dort erwartete uns eine Mitarbeiterin zum Praxisseminar zum „Kleine Brötchen Backen“. In dem Museum wird der jahrhunderte alte Getreidehandel im Gebiet Graudenz aufgezeigt. Nach dem Museum ging es weiter zur Burg. Von dort aus gab es einen grandiosen Blick auf die Weichsel und über die Stadt. Die Stadtführung endetet am Marktplatz. Am frühen Abend trafen wir uns in der Marina auf Einladung des Traveller Clubs zum erstaunlich gut besuchten Vortrag unseres Präsidenten. Andreas erklärte den Hintergrund unserer Vespatour, insbesondere die Wichtigkeit von Städtepartnerschaften, das Kennelernen von Kulturen durch die Begegnung mit Menschen vor Ort. Das Interesse war sehr groß, ein lokaler TV-Sender und einige Mitglieder des Toruner Vespa Clubs waren vor Ort. Highlight für die Besucher*innen war die Möglichkeit des Probesitzens im Beiwagen von Kurts Vespa. Der Abend klang mit einer Esseneinladung der Stadt Grudziądz.
05. September 2026
Bei immer stärker werdendem Wind führte uns unsere Route heute zunächst entlang noch einiger Apfelplantagen bis wir eine durch viel Wald geprägte Region durchquerten. Auffallend hierbei waren die vielen pilzsuchenden Menschen und die verkehrszählenden Damen am Straßenrand. Ansonsten ist auf dem Weg nichts weiter geschehen. In Grudziądz (Graudenz) angekommen wurden wir vom GRUROCK-Festival begrüßt. Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang genossen wir die Atmosphäre in der Marina und das Rock-Festival nebenan.
04. September 2026
Heute war der „Apfeltag“, von Rzeszów nach Grójec fuhren wir durch das größte Apfelanbaugebiet Polens.
Die Landschaft war geprägt von Apfelplantagen, unterbrochen durch Seen und Flüsse. In der Pause genossen wir den typischen polnischen Hotdog. Ein spontaner Zwischenstopp führte uns in eine Plantage in der die Sorte „Gala“ angebaut wird. Der überraschte Apfelbauer rauschte plötzlich heran und freute sich über diesen ungewöhnlichen Vespabesuch.
Kaum hatten wir uns davon erholt, entschied Präsident Andreas einen Stop an einer Eisdiele einzulegen.
Auch der charmante Chef der Eisdiele (O-Ton Andrea) war genauso erfreut über diesen ungewöhnlichen Besuch. Er stellte uns alle seine Eissorten vor und die Historie seiner Eisdiele, die älteste Eisdiele in Polen(seit 1936). Der Erfolg begann mit einer Eismaschine aus Italien, die er uns gezeigt hat. Zu unserer Bestellung gab es eine Kugel extra, das Eis war einfach Spitze!
Danach kamen wir gut gelaunt in Grójec an und genossen das hervorragende Abendessen.
03. September 2026
Der heutige Tag war geprägt von offiziellen Anlässen. Zunächst der Empfang durch den Stadtpräsidenten Konrad Fijolek und im Anschluß daran die Einweihung der von Dr. Barbara Diel gespendeten Bank im Bielefelder Park.
Das Tagesprogramm wurde gestaltet durch die Deutsch-Polnische Gesellschaft und der Honorarkonsulin Agnieszka Buk. Nach einer Stadtrundfahrt im Bus wurde zum Mittagessen eingeladen, danach erfolgte ein strammer Stadtrundgang zu Fuß mit einem wunderbaren Panoramablick vom 17. Stock des Verwaltungsgebäudes der Firma Hartbex. Dort begrüßte uns der Chef persönlich, selbst begeisterter Vespafan. Im Anschluß daran ging es zügig zurück Richtung Rathaus in den unterirdischen „Touristenroute-Keller“ von Rzeszów.
02. September 2026
Morgens um 8:00 Uhr begrüßten uns bei der Abfahrt vor dem Hotel drei Freunde des Vespaclubs Karakau, die uns auf der heutigen Etappe bis nach Tarnów begleiteten. In Krakau erwarteten uns weitere Mitglieder des Vespaclubs, mit denen wir sowohl einen Standrundgang als auch eine geführte Vespatour mit abschließendem Eis genießen konnten. Aus zeitlichen Gründen mussten wir für die restlichen 80km auf die Autobahn E40 ausweichen. Aber eigentlich wollten wir nur einmal ein Stück auf der längsten Autobahn Europas fahren.
In Rzeszów wurden wir durch die Deutsch-Polnische Gesellschaft und der Reisegruppe aus Bielefeld empfangen.
01. September 2026
Tag 4, ein Tag mit Kontrastprogram. Los ging es, begleitet durch drei Vespafreunde vom Club Breslau in Richtung St. Annaberg. Dort übernahm Emanuel, Präsident des Clubs Groß Strehlitz den Tross und führte uns zu einem Treffpunkt, an dem wir von zahlreichen Clubmitgliedern der Vespaclubs Groß Strehlitz und Ratibor herzlich empfangen wurden. Es folgten Fotoshootings, eine Einladung zum Essen und die wiederum begleitete Weiterfahrt zum Sender Gleiwitz, der Ort, an dem am 31. August 1939 durch eine fingierte Aktion der SS der 2.Weltkrieg ausgelöst wurde.
Danach, begleitet von Freunden des Vespaclubs Schlesien, ging es weiter nach Auschwitz.
Dort besichtigten wir das nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager, in dem mindestens 1,1 Millionen Menschen ihr Leben verloren.
Wir waren zutiefst betroffen und es wurde ein langer Abend, an dem wir die Eindrücke verarbeitet haben.
31. August 2026
Heute erreichten wir Polen, leider mit Regen und sch(w)mierigen Strassenverhältnissen.
Direkt in Breslau angekommen, besuchten wir die „Deutsche Sozial-Kulturelle Gesellschaft in Breslau“.
Mit großartiger Unterstützung des Vespaclubs Wroclaw konnte unser Vespa-Gespann wieder flott gemacht werden.
Bardzo za to dziękuję 🙂
Den Tag beendeten wir mit einer kleinen Sightseeing-Tour in Breslau und einem kostengünstigen Tankstopp.
30. August 2026
Unser heutiges Ziel war der Senftenberger See. Auch heute wurde uns wieder bewusst, dass es in der Lausitz jetzt, nachdem der Braunkohletagebau eingestellt worden ist, eine große Seenlandschaft gibt. Mittlerweile steht hier der Tourismus im Vordergrund, auch wenn viele Orte verlassen wirken. Die Fahrt durch diese beeindruckende Naturlandschaft wurde heute nur durch heftigen Wind zu besonderen Herausforderung.
29. August 2026
Der erste Tag führte uns über 285 km von Bielefeld nach Nachterstedt. Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer und der Altbürgermeister Eberhard David verabschiedeten uns neben vielen Vespafreunden am Alten Rathaus Auf der Strecke gab es mehrere Stops, unter anderem Tonenburg, im Harz am Brocken und in Quedlinburg bis wir unser Tagesziel Nachterstedt erreichten.
28. August 2026
Die Berichterstattung läuft auf vollen Touren. Eine besondere Ankündigung gibt’s auf dem Städteportal der Gütersloher Partnerstadt Grudziądz, die eines unserer Ziele sein wird.
Weiterhin erste Beiträge auf den social media Kanälen des Magazins „Bielefelder“, das unsere Reise medial begleitet.